Letztes Update: 14.04.2026
16.09.2005
Am Montag, dem 12.09.05, rief Wolfgang K. bei den oben genannten Kollegen an, um sie zu bitten, bei der Beerdigung einer Verwandten seiner Frau Natascha K. in Saalfelden zu spielen. Prompt sagten diese ihm zu, denn man spielt ja immer wieder gerne in kleinen Besetzungen - in diesem Fall in einem Quartett. So wurde nun vereinbart, dass man sich am darauffolgenden Mittwoch - um die notwendigen Stücke zu proben - und am Donnerstag um kurz vor 14:00 Uhr treffen sollte.
Man traf sich also am Mittwoch. Doch da gingen schon die ersten Schwierigkeiten los: Wolfgang K. wusste nicht so genau über den Ablauf in Saalfelden bescheid. Außer, dass anders als bei uns in St. Georgen auch die Messe gestaltet werden sollte.
Sicherheitshalber besorgte man sich von einem Brucker Kollegen - Robert P. (an dieser Stelle nochmal Danke) die Telefonnummer eines Saalfeldener Musikanten, nämlich von Hannes K. (ebenfalls nochmals Danke). Dieser bestätigte die Vermutung von Wolfgang K. und gab noch einige Hinweise zum Ablauf (Stichwort: Alter Friedhof - Neuer Friedhof).
Flexibel wie wir St. Georgener naturgemäß sind, probten unsere vier Helden also noch zusätzlich zu den 3-4 Grabliedern noch um die 7 Werke, um für die bevorstehende Messgestaltung gewappnet zu sein.
Am nächsten Tag - also Donnerstag - trafen Wolfgang K. und Reini K. bereits um 13:30 in Saalfelden ein, wo sie auf ihre beiden Kollegen Josef K. und Manfred E. warteten. Als sie so vor der Kirche standen, bog plötzlich ein Tenorhornist um die Ecke und begab sich in die Kirche. Die Beiden sahen sich verwundert an doch vermutete man, dass dieser wohl ein Solo zusammen mit dem Organist spielen würde. Doch keine fünf Minuten später bog ein Flügelhornist um die Ecke. Verdutzt sahen sich die drei Musiker an: irgendwas stimmte hier absolut nicht. Nach einem kurzen Wortwechsel fand man heraus, dass wohl zwei Quartette engagiert wurden, aber niemand was davon wusste. Man vereinbarte also, dass die Saalfeldener in der Kirche spielen sollten und die St. Georgener am Grab.
So geschah es also, dass Wolfgang K. an diesem Tag während die Saalfeldener in der Kirsche spielten, so einiges an Getränken zahlte. Nach etwa einer halben Stunde begab man sich dann zum Grab, wo dann die vier Grablieder zum besten gegeben wurden. Am Ende des Begräbnisses wurde den vier Musikern aus St. Georgen von den Trauergästen dann auch noch versichert, dass sie in der Kirche sehr schön gespielt haben, aber dass das Umfallen des Notenständers ein wenig gestört hätte.
Was immer das heißen mag.