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Letztes Update: 03.09.2010

Trompete

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Die Trompete ist ein hohes Blechblasinstrument mit Kesselmundstück, die Mensur ist eng und die Bohrung überwiegend zylindrisch.

Man unterscheidet Trompeten in ihrer Ausführung mit Drehventilen (Zylinderventilen) oder Pumpventilen (auch Perinet-Ventile genannt). Trompeten mit Pumpventilen werden aufrecht gehalten, die Bauweise mit Drehventilen mehr oder weniger waagerecht. Beide Varianten waren zum Ende des 19. Jahrhunderts praktikabel entwickelt. Während in der Kunstmusik in deutschsprachigen Ländern fast nur Trompeten mit Zylinderventilen (Deutsche Trompeten, abgebildet im Kasten rechts) gespielt werden, ist die Trompete mit Pumpventilen das führende Instrument in der Unterhaltungsmusik. Aus diesem Grund nennt man sie bei uns oft auch Jazztrompete, in den meisten anderen Ländern wird sie aber auch für das klassische Orchester eingesetzt.

Jazztrompeten sind gegenüber der klassischen Trompete mechanisch weniger aufwändig und erlauben die Generierung verschiedener Effekte durch nur teilweises Durchdrücken des Ventils („schmieren“, siehe auch Blue Note). Außerdem haben Jazztrompeten meist einen knackigeren Ton als klassische Trompeten, was zum Teil auf das längere Mundrohr zurückzuführen ist. Dieser Tonunterschied ist aber auch durch einen anderen Rohrverlauf und einen kleineren Schallkörper bedingt.

Der Luftwiderstand fällt je nach verwendeter Maschine (Zylinder-/Drehventile) unterschiedlich hoch aus. Während bei Pumpventilen ein geringer Luftwiderstand aus den recht großen und geraden Bohrungen resultiert, ist er bei den Modellen mit Drehventilen deutlich höher. Dies liegt in den kleineren Bohrungen und der zusätzlichen Krümmung um 90° im Ventil begründet. Das unterschiedliche Verhalten führt dazu, dass bei Jazztrompeten häufig Mundstücke mit kleineren Bohrungen verwendet werden, als bei Trompeten mit Umlenkventilen.

Die Trompete ist normalerweise ein transponierendes Instrument und wird in verschiedenen Stimmungen gebaut. Am meisten verbreitet ist das Instrument in B, gefolgt von C-, A-, Es- und D-Trompeten. In den USA und vielen anderen Ländern sind heute C-Trompeten die Standardinstrumente für das Orchesterspiel, im deutschen Sprachraum wird die B-Trompete häufiger verwendet. Der Tonumfang im Kasten rechts oben ist untransponiert notiert, für die B-Trompete gilt er also einen Ganzton und für die A-Trompete eine kleine Terz tiefer. Diese schreibweise ist die international übliche,davon abweichend werden im Posaunenchor zwar B-Instrumente gespielt, aber so notiert wie sie erklingen („in C“ oder auch Kuhlo-Schreibweise)

Auch die kleine Piccolotrompete existiert in verschiedenen Stimmungen (B, A, seltener G, F und hoch C), sie sind oft mit einem vierten Ventil ausgestattet, das das Spielen von tieferen Noten ermöglicht. Wegweiser auf diesem Instrument sind Maurice André, Günther Beetz, Reinhold Friedrich oder Haakan Hardenberger. Da sie besonders häufig für die Wiedergabe von hohen Trompetenstimmen der Barockmusik verwendet, wird sie manchmal auch Bachtrompete genannt.

Die Basstrompete wird zumeist von Posaunisten gespielt, da sie in gleicher Stimmung ist und ein ähnliches Mundstück hat.

Die Taschentrompete sieht zwar kleiner aus, ist aber von der Gesamtlänge her eine vollwertige Trompete in B.

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